Die Geschichten sind nicht dazu gedacht, sie auswendig zu lernen, sondern um mit deren Hilfe ein klares mentales Bild der Kanji zu formen, um die es in einem Frame geht. Die Worte sind nicht so wichtig, wichtiger ist, ein klares Bild vor sich zu haben, egal ob mit offenen, oder geschlossenen Augen. Es ist einfacher, sich 2042 Bilder zu merken, als 2042 Geschichten, in denen Elemente mit diversen abstrakten Namen vorkommen, und ein Schlüsselwort, um eine Verbindung herzustellen. Darauf basiert die ganze Heisig Methode.
Mit dieser Erkenntnis war es dann auch einfach als es soweit war, meine Geschichten so zu schreiben, dass ich jeweils am Ende klare Bilder vor meinem geistigen Auge hatte. Und diese ließen sich auch bei den, am darauf folgenden Tag stattfindenden, Reviews leicht abrufen. Dabei spielte die länge einer Geschichte keine all zu große Rolle wie ich meine. Auch kurze Geschichten erfüllten ihren Zweck, sofern am Ende ein klares Bild herauskam, welches einfach zu merken war.
Allerdings bin ich schon der Meinung das die Geschichten deshalb besser sind, die man selbst schreibt, weil man sich selbst doch am besten kennen sollte. Und damit meine ich nun im speziellen, eine Geschichte so abzufassen, um eine starke Beziehung herzustellen um daraus ein Bild formen zu können, welches "sitzt."
Natürlich gab es immer wieder auch Problem-Kanji, die einfach nicht sitzen wollten, was aber nicht unbedingt an den Geschichten lag, wie die Arrow / Pfeil Kanji. (L. 16) Und auch in späteren Kapiteln gab es Probleme, wenn in einer Session mehrere neue Elemente eingeführt, die Kanji aber in ihrer Zahl sehr begrenzt waren. Was vor allem in L. 46 und aufwärts der Fall gewesen ist, wie ich meine, mich zu erinnern.
al4bandi Wrote:Nun, die englischen Wörter zu benutzen würd ich nur begrenzt empfehlen, es sei denn man ist so weit mit der Sprache, dass man mit ihr "denkt" und sie den "aha" Effekt auslösen wenn man ein Schlüsselwort sieht.
Genau, denn das ist ein weiterer integraler Bestandteil der Methode, je öfter man die Schlüsselwörter hört, oder liest, desto öfter setzt ein Trigger ein um ein Bild hervor zu rufen. Ich hatte es häufiger, während ich mitten im Lernprozess war, da ich in diesen 2 Monaten einige alte englische Bücher gelesen habe. Jane Eyre, Agnes Grey, The Illiad, Down and Out in Paris and London, usw. Da stieß ich häufiger auf Schlüsselwörter, die mich dazu veranlassten, die Kanji spontan nieder zu schreiben.
Viel Erfolg wünsche ich dir jedenfalls, bei deinem Vorhaben, 頑張る!
Edited: 2011-03-25, 4:00 pm